Für ein starkes Miteinander in Ehingen

Unsere Angebote und Aktivitäten

Wir setzen uns für Menschen in Ehingen ein – für Bildung, Begegnung und Unterstützung. Ob Nachhilfe, Wohnungseinrichtung, Beratung oder gemeinsame Projekte: Bei uns ist jede und jeder willkommen.

In der Schülerförderung

Seit über 25 Jahren bieten wir regelmäßig unterschiedliche Hilfe und Unterstützung für Kinder und Jugendliche ab etwa 10 Jahren an.

Aktuell findet die Schülerförderung 4 Wochentagen im Bürgerhaus Oberschaffnei und an 2 Ehinger Schulen statt. Es wird nur ein kleiner Unkostenbeitrag für Lehrmaterial und Kopierkosten erbeten. Das Taschengeld, das die meist jugendlichen Lehrkräfte dabei verdienen können, wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

Im Schuljahr 2025/26 nehmen etwa 75 Schülerinnen und Schüler die Schülerförderung in Anspruch: etwa 30 ehrenamtliche Lehrkräfte kümmern sich darum, dass Lernrückstände aufgeholt werden, Verständnislücken gefüllt werden, Freude am Lernen erzeugt wird, Lerntechniken angewandt werden, Gemeinschaft erlebt wird und die Nachmittage strukturiert sind.

Und außerdem gibt es noch die Personen, die sich um die Lehrkräfte kümmern: um die Vorbereitung der Unterrichtsmaterialien, um die passende Einteilung der Schülerinnen und Schüler, um aufgeladene Laptops, um Fortbildungen, um die kleinen (und großen) Sorgen und Nöte, um das Nachhausebringen, wenn Taxi Mama mal ausfällt…

Etwa 16 Wochenstunden verbringen die Verantwortlichen im Freundeskreis für Migranten mit diesen Aufgaben: Schülerförderung ist demnach nicht nur stundenweise Nachhilfe sondern eine ganzheitliches Fördersystem.

Kontakt
Heidi Porsche, 07391 51 337, h.porsche@freundeskreis-migranten.de
Klara Dorner, 07391 68 66, k.dorner@freundeskreis-migranten.de

Bei uns in der Schülerförderung arbeiten wir gerne mit Menschen zusammen, die für unsere Schüler und Schülerinnen Vorbild sein wollen und können.

Voraussetzungen

Bei uns können Erwachsene und Jugendliche mitmachen. Um anderen helfen zu können, sollte man den Unterrichtsstoff selbst gut beherrschen. Deshalb sollten die eigenen Zeugnisnoten gut bis befriedigend sein. Ein Mindestalter von 15 Jahren ist erwünscht, 14 Jahre sind aber unabdingbar, weil das benötigte Führungszeugnis erst ab dem 14. Lebensjahr ausgestellt werden kann. In der Regel beobachten wir die neuen Lehrkräfte einige Male, indem wir sie zu einem bestehenden Team hinzugeben.

Schulungen sind verpflichtend

Damit Sie dieser Aufgabe gerecht werden können, bieten wir mindestens 2- bis 3-mal im Jahr eine verbindliche Schulung zu pädagogischen und methodischen Fragen an.
Außerdem werden alle Lehrkräfte in die vorhandenen Fördermaterialien eingeführt.

Zusätzlich werden regelmäßig Gespräche mit Frau Dorner und Frau Porsche geführt, in denen die Lehrkräfte methodische und pädagogische Tipps erhalten können. Frau Porsche und Frau Dorner schauen auch regelmäßig in die Unterrichtsgruppen hinein. Alle Lehrkräfte können sich jederzeit mit Fragen an die beiden Ansprechpartnerinnen wenden.

Zuständigkeiten

Für die Förderung in der Längenfeldschule ist Frau Dorner, in der Oberschaffnei sind Frau Porsche oder Frau Spitzer zuständig.
Die Schülerförderung im Bürgerhaus Oberschaffnei ist telefonisch unter 0049176 66 04 89 87 erreichbar.

Gesetzliche Voraussetzungen

Die ehrenamtlichen Lehrkräfte verpflichten sich, ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen. Frau Dorner übernimmt dabei die Organisation.

Selbstverpflichtung

Die Lehrkräfte unterschreiben eine Selbstverpflichtungserklärung, die wir hier auszugsweise anführen möchten. Dazu fügen wir hier aus der Eigenverpflichtung für Lehrkräfte einen Auszug an.

  • „Sie übernehmen eine große Verantwortung! Denken Sie deshalb bitte daran, dass Sie Vorbild für unsere Kids sein sollen. Damit wir alle sozusagen ein einheitliches Vorbild sein können, haben wir hier einige Regeln zusammengetragen, die wir Sie bitten, einfach zu beachten.
  • Wir begegnen den Kids höflich, verständnis- und respektvoll aber konsequent in unseren Handlungen. Wir wenden keine Gewalt an.
  • Da wir Gäste im Haus sind, bitten wir Sie, schulfremde Personen (Freundin, Geschwister …) nicht mit ins Haus zu nehmen. Wir achten uns gegenseitig, auch andere KollegInnen und Kollegen.
  • Wir sind spätestens 5 Minuten vor Unterrichtsbeginn im Foyer und holen die Kids dort ab.
  • Wir benutzen unser Handy in der Schule nicht, außer wir müssen unterrichtlich etwas nachschlagen.
  • Wir teilen Frau Dorner oder Frau Porsche rechtzeitig mit, wenn wir mal nicht da sein können.
  • Wir sitzen im Unterricht nicht auf den Tischen und dulden es auch bei den Kids nicht.
  • Wir kauen keinen Kaugummi im Schulgelände und dulden es auch bei den Kids nicht.
  • Wir achten darauf, dass wir uns alle zusammen mit den Schüler/-innen wie Gäste benehmen und nichts in den Klassenzimmern anfassen. (Fremdes Eigentum!!!)
  • Wir achten darauf, dass die vorhandenen Tafelanschriebe nicht zerstört werden und eigene Anschriebe wieder sauber ausgewischt werden.
  • Wir achten darauf, dass die Toiletten immer sauber verlassen werden. Wenn Frau Dorner oder Frau Ritlewski nicht da sein sollten, kontrolliert die erste Lehrkraft, die das Schulhaus betritt, den Zustand der Toiletten und vermerkt es mit Datum und Uhrzeit in ihrem Arbeitstagebuch. Dies geschieht ebenso nach „Unterrichtsschluss“.
  • Wir achten darauf, dass die Kids in den Pausen von uns auf dem Schulhof beaufsichtigt werden und niemand das Schulgelände verlässt.
  • Wir achten darauf, dass das Klassenzimmer wieder ordentlich verlassen wird.
  • Wir wissen, dass die Eltern von uns erwarten, dass ihre Kinder in der angegebenen Zeit gut „versorgt“ sind. (Das heißt, ich kann niemanden wegschicken, bevor die Eltern nicht benachrichtigt sind.)
  • Wir wissen, dass die Eltern von uns erwarten, dass wir ihrem Kind möglichst viel beibringen, damit es später erfolgreich an der Gesellschaft teilhaben kann.
  • Wir wissen, dass die Eltern von uns erwarten, dass sie (die Eltern) bei Problemen durch uns informiert werden. Deshalb bei Problemen oder Unstimmigkeiten bitte zu Frau Dorner oder zu Frau Porsche kommen. Wir vermitteln und werden ggf. auch die Kids belehren oder gar tadeln.

Was dürfen wir als Kursleitung von den Kids erwarten?

  • Dass jede/r den andern (auch mich als Kursleitung) respektvoll behandelt.
  • Dass sie pünktlich sind.
  • Dass sie ihre Materialien dabei haben. Jede/r bekommt von uns einen Ordner; Schreibzeug und eventuell Schulbücher sollten ggf. dabei sein.
  • Dass sie sich vorher und rechtzeitig entschuldigen, wenn sie mal nicht da sein können. (Bei den Klassen 3 bis 6 bitte durch die Eltern).
  • Dass sie in der Gruppe nicht stören, sondern sich Mühe geben.

Im Möbellager

Unser Möbellager in der Röntgenstraße 3 in Ehingen ist offen für alle Menschen mit kleinem Budget oder Freude an Möbeln mit Geschichte. Vorbeischauen lohnt sich immer – ein Berechtigungsschein ist nicht nötig.

Sehr gerne nehmen wir Möbel- und Fahrradspenden nach Absprache und
Besichtigung an.

Zum Flyer
Günstige Einkaufsmöglichkeiten in Ehingen

Öffnungszeiten
Dienstag & Freitag: 15.00–17.00 Uhr
Samstag: 10.00–14.00 Uhr

Kontakt
Alexander Porsche
0157 52 47 48 42
a.porsche@freundeskreis-migranten.de

Facebook
Möbellager Ehingen

Begegnung

Unsere Mitgliedertreffs sind immer für alle Interessierten offen!

Die Termine finden Sie im Kalender. Dort finden Sie auch die Termine des Internationalen Kontaktcafés und der
Frauenrunde-Frauenstunde.

Treffen Sie uns auch bei den Veranstaltungen der Lokalen Agenda Ehingen.

Beratung

Manchmal benötigt man einen Türöffner oder eine helfende Hand, um die Probleme zu lösen.

Wir nehmen uns für Probleme Zeit, wir hören zu und sind in der Stadt Ehingen, im Umland und im Alb-Donau-Kreis gut vernetzt, z.B. mit der Migrationsberatung der Caritas, dem Jugendmigrationsdienst des Internationalen Bundes oder der Integrationsbeauftragten der Stadt Ehingen.

Deshalb können wir meistens schnell an die kompetenten Stellen weiter verweisen. Bei Bedarf begleiten wir auch mal zu Behörden oder potentiellen Arbeitgebern oder Vermietern.

Demokratie

Die Demokratie in Deutschland erscheint uns als die beste Staatsform, um Teilhabe- und Teilnahmemöglichkeiten zu gewährleisten.

Deshalb beteiligen wir uns an Projekten oder initiieren diese selbst.

Siehe: Bundeszentrale für politische Bildung
https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/politiklexikon/17321/demokratie/
(abgerufen: 28.08.2025)

Lange Nacht der Demokratie

Im breiten Netzwerk gemeinsam mit dem Bürgerhaus Oberschaffnei, dem Kulturamt, der vhs, der Stadtbücherei, dem Jugendzentrum und dem Stadtjugendring beteiligte sich der Freundeskreis für Migranten mit eigenen Programmpunkten an der Langen Nacht der Demokratie.

Im Flyer finden Sie alle Informationen zu den Veranstaltungen dieses Abends.

Die Ausstellung „Mensch, kennst du deine Rechte?“ wurde im 2. OG im Bürgerhaus Oberschaffnei gezeigt. Dafür haben sich verschiedene Gruppierungen, Einrichtungen und Einzelpersonen mit den 30 Artikeln der Menschenrechte beschäftigt und diese gestalterisch umgesetzt.

Begleitend hat Joscha Reuther Interviews mit Ehingerinnen und Ehingern geführt und ein Video erstellt, das während der Ausstellung zu sehen war. Dafür erhielt der Freundeskreis eine Förderung der Allianz für Beteiligung.

Durch diese Förderung wurde auch eine Broschüre möglich, in der die Statements von mehr als 30 Personen mit ganz unterschiedlichen Lebensgeschichten zum Wert von Demokratie und Freiheit aufgeführt sind. Die Fragestellung lautete: „Was wäre, wenn ……?“

Was wäre, wenn wir nicht in einem freiheitlich, demokratisch geprägten Land lebten? Lesen Sie hier die gesammelten Textbeiträge und nehmen Sie diese als Gedankenanstoß für eine eigene Position.

Während der langen Nacht der Demokratie kamen wir mit ca. 70 Personen zum Video ins Gespräch: Alle fanden die Vielfalt der Beitragenden gut gewählt. Die meisten Zuschauerinnen und Zuschauer teilten auch ihre eigene Sichtweise zu Demokratie und Freiheit mit. Eine Mutter erklärte anhand des Videos ihren Kindern, wann sich bereits auch Kinder in demokratischem Verhalten üben (Klassensprecher, Wahl eines Projekts in der Kita, ….).
Die Broschüre lag an allen Veranstaltungsorten der Langen Nacht der Demokratie auf. Etwa 350 Exemplare wurden verteilt. Besucherinnen und Besucher die Textbeiträge interessant und bedenkenswert und gaben teilweise direkt eigene Kommentare und Sichtweisen ab. Somit funktionierten die Textbeiträge wie gewünscht als Gesprächsanlässe und Diskussionsbasis.

Film zur Langen Nacht der Demokratie:

Projekt „Mensch, kennst du deine Rechte?“

Im Oktober 2020 hatte der Freundeskreis für Migranten die Zusage von der Landesarbeitsgemeinschaft Offene Jugendbildung Baden-Württemberg erhalten, dass das Projekt „Mensch, kennst du deine Rechte?“ in das Förderprogramm „lokal vernetzen – demokratisch handeln“ aufgenommen worden war.

Die Idee war, die 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte in den Fokus zu nehmen und sich dabei mit verschiedensten Lebenszusammenhängen auseinanderzusetzen, die eigene Haltung zu überdenken, den Einsatz für ein friedliches Miteinander zu fördern und ein Statement gegen Rassismus und Diskriminierung zu setzen.

Außer den Mitgliedern des Freundeskreises für Migranten beteiligten sich u.a. Schulen, Kitas, Kinder-, Jugend- und Frauengruppen am Projekt. Sie setzten sich mit jeweils einem Artikel auseinander und gestalteten anschließend ein Bild.

Diese Bilder wurden nun auf Postkarten gedruckt und gehen als Gesamtpaket zurück in die Gruppen, wo eine weitere Diskussion angeregt wird. Zusätzliche Aktionen sind für Herbst 2021 geplant.

Das Ehinger Stadtquizle – hör doch mal rein!

Entdecken Sie Ehingen auf eine besondere Art:
An vielen markanten Plätzen, Gebäuden und Einrichtungen in der Stadt finden Sie QR-Codes. Scannen Sie diese einfach mit Ihrem Smartphone und hören Sie kurze Audio-Beiträge mit spannenden Informationen, Geschichten und Hintergründen zu den jeweiligen Orten.

So entsteht ein Rundgang durch Ehingen, der jederzeit und individuell erlebbar ist – ob allein, mit Freunden oder der ganzen Familie.

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