.

Tag für die Vielfalt 2019

Die Stadt Ehingen und Akteure der Lokalen Agenda Ehingen veranstalteten in Kooperation mit der Migrationsberatung und Flüchtlingsarbeit der Caritas Ulm / Alb-Donau sowie der „Perspektive Willkommen" des Freundeskreises für Migranten einen Tag für die Vielfalt in Ehingen.

Eingeladen waren alle, die Freude haben, Menschen aus anderen Kulturkreisen zu treffen oder kennenzulernen.

Besonders sollten auch die Engagierten in der Integrations- und Flüchtlingsarbeit Raum und Gelegenheit zum Austausch haben.2019_11_09_RA_Stumm-Szelenczy

3 Programmpunkte waren es, die im Verlauf des Nachmittags ca. 50 Personen zu Gesprächen und einem internationalen Buffet zusammen kommen ließen:
Rechtsanwalt Horst Stumm-Szelenczy referierte über Aktuelles aus dem Asylrecht und beantwortete Fragen der Zuhörenden. Der Vortrag behandelte wesentlich Stadien im Asylverfahren bei hoher und geringer Bleibeperspektive, den Status nach Abschluss des Verfahrens sowie Duldung und Abschiebung. Ein Fokus lag auf den Handlungsoptionen von Ehrenamtlichen.

Johannes Kasper, Integrationsbeauftragter in Blaustein, Dornstadt und Beimerstetten, gab mit seinem Impuls zu „Freuden und Belastungen im Ehrenamt" Hinweise, wie Ehrenamtliche mit ihren Gefühlen umgehen können, wenn eine von ihnen betreute Person eines Nachts abgeschoben wird.
Sein Rat: „Bereiten Sie sich und die von Ihnen Betreuten auf ein solches Ereignis vor, sobald die Duldung vorliegt; besprechen Sie Möglichkeiten für eine freiwillige Ausreise, für Kontakte aus dem Heimatland, für dortige Optionen; machen Sie vielleicht etwas Pause von diesem Ehrenamt; besprechen Sie sich mit Hauptamtlichen und lassen Sie sich professionell helfen, wenn Sie die Erlebnisse nicht zur Ruhe kommen lassen."

Zum musikalischen Ausklang musizierte Bernd Geisler auf seiner afghanischen Robab und sang gemeinsam mit Asghar Koshnawaz.
Gedichte von Hafiz, Rumi und Sadi wurden auf Persisch/Dari und auf Deutsch interpretiert.

Ein Zitat aus dem west-östlichen Diwan von J.W. v. Goethe bildete die Brücke „West-Ost":
„Wer sich selbst und andere kennt,
Wird auch hier erkennen:
Orient und Okzident
Sind nicht mehr zu trennen."

Zeitungsbericht Schwäbische Zeitung

2019_11_09_Bernd_Geisler_Asghar_Koshnawaz

u.helldorff 12.11.2019

Dieser Artikel wurde bereits 144 mal angesehen.

  • PDF
  • Sie können diese Seite versenden/ empfehlen
  • Druckversion dieser Seite